2019 - das Jahr des Schweins

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Am 5. Februar startet nach dem chinesischen Kalender das neue Jahr – ein Schwein-Erde-Yin-Jahr. Der chinesische Neujahrsbeginn richtet sich nach dem Mondkalender und erfolgt jeweils zum zweiten Neumond nach der Wintersonnenwende.

 In der chinesischen Astrologie steht jedes Jahr abwechselnd im Zeichen von Yin oder Yang, zudem wird ihm jeweils ein Element (Feuer, Erde, Metall, Wasser oder Holz) und eines der 12 Tierkreiszeichen zugeordnet.

 Im Zeichen des Schweins sind also all jene geboren, die heuer (am bzw. nach dem 5. Februar) geboren werden, oder beispielsweise 2007, 1995, 1983, 1971, 1959, 1947, ... geboren wurden.

Schweine-Geborene gelten gemeinhin als ehrlich, fleißig, hilfsbereit und großzügig. Sie haben ein großes Herz und verfolgen ihre Ziele konsequent, aber ohne dabei andere zu übergehen. Schweine sind sehr optimistisch, manchmal vielleicht sogar ein bisschen zu gutgläubig und geradezu naiv, was ihnen leicht zum Nachteil geraten kann.

 In der chinesischen Astrologie gilt das Schwein als großes Glückssymbol. Das kann uns also im Hinblick auf das kommende Jahr durchwegs positiv stimmen. Das Element Erde, das für Stabilität und Stärke steht, verleiht dem Jahr zusätzliche positive Attribute und sorgt für die nötige Bodenhaftung.

2019 steht also im Zeichen von Ehrlichkeit, Selbstlosigkeit, (Nächsten)-Liebe und einem positiven Miteinander. Das kann unserer Gesellschaft wahrlich nicht schaden und bringt hoffentlich mehr Ausgeglichenheit, als das vergangene „Hunde-Jahr“ mit seiner teils recht aufgeregten Dynamik.

 

Von der pathologischen Seite her betrachtet, birgt ein Schwein-Erde-Jahr zahlreiche Herausforderungen für unsere Mitte (unsere Milz). Das bedeutet, dass nässebedingte Probleme, wie Verdauungsstörungen, Wassereinlagerungen im Gewebe, Übergewicht, Trägheit usw. ein großes Thema sein werde. Wenn du von deiner Grundkonstitution her zu einer schwachen Mitte neigst, solltest du 2019 die zentralen Themen der 5 Elemente Lehre besonders beherzigen:

-       regelmäßig essen

-       mit einem warmen Frühstück in den Tag starten

-       mehr gekochte Nahrung, weniger Rohkost

-       Reduktion von Milchprodukten und Zucker

-       und auf der geistigen Ebene – weniger Grübeln und weniger Anhaftung an festgefahrene Gedanken, bringt mehr Klarheit und entlastete die Milz!!!

 

Warum warmes Frühstück?

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„Frühstücken, wie ein Kaiser, mittags essen, wie ein König und abends, wie ein Bettler!“ – dieser Spruch zeigt, dass das Frühstück nicht nur in der Traditionellen Chinesischen Medizin (kurz TCM) als die wichtigste Mahlzeit des Tages gilt. Dass diese Mahlzeit um ein Vielfaches bekömmlicher ist und unserem Körper wesentlich mehr Energie liefern kann, wenn wir sie in Form von gekochten Speisen zu uns nehmen, ist eines der zentralen Themen in der 5 Elemente Ernährung (der Ernährungslehre nach der TCM).

 Die TCM erklärt dies unter anderem mit der sogenannten Organzeituhr, die besagt, dass unser Magen und unsere Milz in den Morgenstunden – genauer zwischen 7 und 11 Uhr – am aktivsten sind, d.h. unsere Verdauungskraft vormittags am höchsten ist und wir in dieser Zeit Kohlehydrate am besten verdauen können.

Im Grunde ist es ganz logisch und einfach nachvollziehbar, dass wir unserem Körper die Arbeit stark erleichtern, wenn wir ihm durch den Kochprozess vorverarbeitete und bereits aufgewärmte Nahrung gönnen. Ob dieses warme Frühstück nun ein warmer Getreidebrei, wie etwa ein köstlicher Hafer-Porridge, eine Eierspeise oder eine Suppe ist, bleibt den persönlichen Vorlieben überlassen. Besteht das Frühstück hingegen aus kalter Milch mit Müsli, kühlendem Joghurt mit rohem Obst oder Brot mit beliebigem Belag, muss unser Körper sehr viel Energie zur Umwandlung aufwänden. Energie, die ihm in der Folge fehlt und zu einem energetischen „Durchhänger“ während des Tages oder auch zu Heißhunger-Attacken führen kann. Auf längere Sicht schwächt man dadurch seine Verdauungskraft und somit auch die Immunabwehr!

Lasst euch einige Tage auf das Experiment „warmes Frühstück“ ein und ihr werdet überrascht sein, um wieviel fitter und energiegeladener ihr euch fühlen werdet. Diejenigen unter euch, die bisher gar nicht frühstücken, werden besonders profitieren. Und wer nun Sorge hat, durch eine zusätzliche Mahlzeit am Tag an Gewicht zuzunehmen, den kann ich beruhigen, da eher das Gegenteil der Fall ist. Der Stoffwechsel reagiert nämlich äußerst positiv und mit verstärkter Aktivität auf eine regelmäßige Zufuhr leicht verdaulicher Speisen.

Yoga - der Weg zum essentiellen Kern

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Meine erste Yoga-Stunde liegt mehr als 20 Jahre zurück. Eigentlich habe ich die Übungen anfangs lediglich als winterliches Ersatzprogramm für Laufen und Mountainbiken betrachtet und mich auch strikt geweigert, die Mantras mitzusingen. Ich habe mich darüber gefreut, regelmäßig ein wenig ins Schwitzen zu kommen und der Muskelkate am nächsten Tag gab mir das Gefühl, etwas für meine Fitness getan zu haben. Aufgrund der Unregelmäßigkeit meiner Yoga-Einheiten war der Muskelkater auch stets garantiert! ;)

Es hat viele Jahre gedauert, bis sich meine Sichtweise auf Yoga und das Bewusstsein seiner viel weitreichenderen Benefits erschlossen hat. Langsam habe ich begonnen, nicht nur den körperlichen Aspekt der Asanas zu schätzen, sondern den ganzheitlichen Charakter des Yogas zu begreifen.

Heute ist Yoga zu einem täglichen Fixpunkt in meinem Leben geworden - auch wenn es an manchen Tagen zugegebenermaßen nur wenige Minuten sind, die ich auf der Matte verbringen kann. Yoga ist ein wahrer Schatz, der sich allerdings erst offenbart, wenn man sich ihm öffnet. Für mich ist die tägliche Praxis die perfekte Ergänzung meiner 5 Elemente Ernährung, da ich durch die Bewegungen und die Atemtechniken gezielt auf meine Organe und Meridiane einwirken kann. So verstärke ich sämtliche Effekte, die ich auch über die Nahrung zu erzielen versuche, stärke meinen Energiehaushalt, gewinne Kraft und finde (für mich besonders wichtig) zu mehr Gelassenheit! ;)

 

Sommerhitze

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Des eine Freud, des anderen Leid!

An Tagen wie diesen, mit Temperaturen über 30 Grad, zeigt sich sehr deutlich, wie unterschiedlich konstitutionelle Prägungen sein können und wie stark sich diese auswirken.

Die TCM unterteilt die Menschen entsprechen der Lehre von Yin und Yang sowie der 5 Elemente grob in Kälte- und Hitze-Typen. Zusätzlich spielen innere Feuchtigkeit bzw. Trockenheit eine entscheidende Rolle. Je nachdem, wie die Verteilung dieser Komponenten in uns aussieht, halten wir den jeweiligen äußeren Bedingungen mehr oder weniger gut Stand. Schwierig ist die aktuelle Wettersituation für all jene, die von Natur aus mit viel Hitze und vielleicht auch noch einer guten Portion Feuchtigkeit ausgestattet sind. Extreme Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen oder sogar Beklemmungszustände und Atemnot können mögliche Reaktionen auf Hitze und Schwüle sein.

Sehr hitzige, also yangige Konstitutionen, müssen derzeit besonders aufpassen, dass sie ihre innere Hitze gepaart mit der starken äußeren Hitze halbwegs in Zaum halten. Denn nicht umsonst gilt „Sommerhitze“ in der TCM als einer der 6 äußeren, krankmachenden Faktoren - neben Hitze, Kälte, Wind, Trockenheit und Feuchtigkeit.

 

Anzeichen für viel innere Hitze sind beispielsweise:

-        hoher Aktivitätsgrad

-        Neigung zu Entzündungen

-        Pickel und/oder häufige Fieberblasen

-        rote Gesichtsfarbe oder gerötete Augen

-        innere Unruhe

-        starkes Schwitzen

-        Neigung zu emotionalen Ausbrüchen / starken Gefühlsschwankungen

-        Tendenz zu Blutdruckhochdruck

 

Die innere Hitze kann durch folgende Faktoren ganz schnell verstärkt werden:

 

  • zu viel direkte Sonne oder zu starke Hitze
  • Stress und Zeitdruck
  • erhitzende Emotionen, wie
  • Wut und Ärger
  • Eifersucht
  • Hass
  • aber auch übermäßige Leidenschaft (also auch alle Frisch-Verliebten aufgepasst! ;))
  • eine zu stark erhitzende Ernährungsweise, durch:
  • scharfe Gewürze
  • Alkohol
  • zu viel Kaffee
  • zu viel frittierte oder stark angebratene bzw. gegrillte Speisen
  • ein Zuviel an erhitzenden Nahrungsmitteln, wie Garnelen, Muscheln, Lamm-  oder Hühnerfleisch

 

Yangige Konstitutionen sollten daher mit oben genannten Faktoren besonders achtsam sein. Zusätzlich ist es hilfreich, folgende Nahrungsmittel regelmäßig in den Speiseplan der hochsommerlichen Tage einzubauen:

  • lauwarme oder kalte Zucchini-, Gurken- oder Tomaten-Suppe
  • kühlen Minz- oder Grün-Tee
  • Melone, Beeren
  • Reis, Quinoa, Amaranth
  • Hülsenfrüchte (Linsen, Kichererbsen, Bohnen)

MELANZANI - glorreiche Eierfrucht

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Melanzani (Auberginen) schmecken süßlich und bitter zugleich. Sie wirken kühlend und stärken die Säfte. Gleichzeitig bewegen sie das Blut und sind daher hilfreich bei Menstruationsbeschwerden. Während der Schwangerschaft sollte man sie aus diesem Grund allerdings sehr sparsam konsumieren.

Melanzani wirken besonders positiv auf den Magen, den Dickdarm sowie die Leber. Sie können Hitze eliminieren und das Blut kühlen. Aus diesem Grund sind sie die perfekte Zutat für einen leichten Sommer-Lunch. Therapeutisch werden Melanzani bei hitzebedingten Hautausschlägen, oder auch bei trockenheitsbedingter Verstopfung sowie bei Entzündungen im Unterlaib eingesetzt. 

 

SPARGELZEIT!

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Spargel ist nicht nur vielseitig einsetzbar und extrem wohlschmeckend, er ist auch richtig gesund und galt bereits in Jahrhunderten in vielen Kulturen als Heilpflanze. 

Er enthält Bitterstoffe, die Leber und Gallenblase anregen, wirkt antioxidativ und antientzündlich. Aufgrund seines hohen Wasseranteils ist er besonders kalorienarm und - sofern man ihn nicht in Sauce Hollandaise ertränkt - ein optimales Diät-Essen.

Die enthaltenen Aminosäuren regen die Nierentätigkeit an und sorgen somit für eine entwässernde und entgiftende Wirkung. In der TCM wird der Spargel auch für seine Yin-tonisierende Wirkung geschätzt. Er wird daher auch bei trockenen Lungen, trockener Haut und trockenheitsbedingter Verstopfung empfohlen. Zudem wird er natürlich aufgrund seiner entgiftenden Wirkung eingesetzt. Aufgrund seiner kühlenden Tendenz wirkt er auch bei Hitzesymptomen sehr wohltuend.

Löwenzahn - hübscher Detox-Helfer

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Momentan werden wir von der Natur reich beschenkt. Es lohnt sich, bei Spaziergängen im Grünen ein kleines Körbchen dabei zu haben. Vergangenes Wochenende war es vor allem der Löwenzahn, der es mir angetan hat. Sein bitter-süßer Geschmack regt ganz besonders Leber und Gallenblase (die beiden Holz-Organe, die im Frühling besonders gefordert sind), aber auch den Magen-Darm-Trakt an. Er ist daher wunderbar dazu geeignet, sanft zu entgiften und Stagnationen zu lösen. 

Löwenzahn wirkt zudem leicht kühlend und unterstützt den Körper beim Ausleiten von Hitze und Toxinen. Er kann bei Leber- und Gallenblasen-bedingten Kopfschmerzen und Migräne sehr hilfreich sein und wirkt auch positiv bei Verstopfung.

Ich bereite Löwenzahn gerne gemischt mit Blattspinat oder Mangold als Detox-Suppe zu (Rezept dazu unter: http://www.ninamandl.at/blog/2017/4/4/detox-suppe-oder-auch-mangold-kruter-sppchen) oder liebe ihn auch als Salat mit Dinkel, Linsen und warmen Roten Rüben. (Hier gehts zum Salat-Rezept: http://www.ninamandl.at/blog/2018/4/18/lwenzahn-salat-mit-dinkel-linsen-und-warmen-roten-rben)

 

 

Ein frohes Osterfest!

Aus gegebenem Anlass möchte ich heute ein paar lobende Worte für die vielfach verunglimpften Eier verbreiten. Aus Sicht der TCM sind die österlichen Symbole nämlich wahre Energiespender. Eier stärken unser Qi (unsere Körperenergie), unser Blut und unser Jing (unsere Substanz) und sie haben auf die Funktionskreise Niere, Milz, Leber, Lunge und Herz gleichermaßen positive Wirkung. Sie eignen sich daher für Linderung bei trockenem Husten, Heiserkeit, gereizten Augen oder Nachtblindheit und können zudem beruhigende Wirkung haben und die Schlafqualität verbessern. Selten sind Eier für erhöhte Cholesterinwerte verantwortlich. Vielmehr sind Stress, Ärger und Angespanntheit die häufigeren Auslöser für eine Stagnation der Leber, die sich wiederum in erhöhten Cholesterinwerten widerspiegelt.

Dennoch sei vor österlichen Eier-Exzessen gewarnt. In allzu großer Menge können nämlich vor allem hart gekochte Eier doch recht schwer verdaulich sein und zu Qi-Stagnationen im Verdauungstrakt führen.

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KARTOFFEL - eine heilbringende Knolle

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Seit gestern gibt es einen weiteren Grund, warum ich die Kartoffel so sehr schätze > ich habe definitiv noch nie ein derart effektives Hausmittel erlebt, wie einen Kartoffel-Wickel gegen Husten!

Mein Großer (Mats ist 5 1/2 Jahre) hatte tagelang einen total lästigen Husten, der vor allem abends immer schlimmer wurde. Er klagte auch darüber, dass ihm das dauernde Hüsteln schon in den Bronchien und im Hals weh tut. Nach nur EINEM Kartoffel-Wickel waren seine Schmerzen gänzlich verschwunden und auch der Husten war kaum mehr wahrnehmbar. 

Und dabei ist das ganze Prozedere auch noch denkbar einfach! Man kocht einen mittelgroßen Kartoffel relativ weich und legt ihn dann auf ein sauberes, mehrfach zusammengelegtes Tuch (Stoffwindel oder Geschirrtuch). Nun zerdrückt man ihn mit einer Gabel und lässt ihn etwas auskühlen. Danach das Tuch mit der Kartoffelmasse so warm, wie möglich (hier bitte Vorsicht > auch wenn die Oberfläche schon recht kühl wirkt, kann die Masse innen noch extrem heiß sein!), auf die Brust (bzw. die schmerzenden Bereiche) drücken und mit einem engen T-Shirt oder einer Bandage fixieren. Mindestens 20 Minuten so belassen, besser sogar eine Stunde. Fertig!

Laut der Lehre der TCM nährt die Kartoffel übrigens unser Qi (unsere Energie), sie stärkt vor allem die Milz und nährt das Yin - daher nicht nur als Wickel, sondern auch als regelmäßige Zutat im Speiseplan wärmstens zu empfehlen!!! :)

2018 - ein ERDE-HUND-YANG-JAHR

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Am 16. Februar startet nach dem chinesischen Kalender das neue Jahr – ein Erde-Hund-Yang-Jahr, das am 4. Februar 2019 vom Jahr des Schweins abgelöst werden wird. Der chinesische Neujahrsbeginn richtet sich nach dem Mondkalender und erfolgt jeweils zum zweiten Neumond nach der Wintersonnenwende.

In der chinesischen Astrologie steht jedes Jahr abwechselnd im Zeichen von Yin oder Yang, zudem wird ihm jeweils ein Element (Feuer, Erde, Metall, Wasser oder Holz) und eines der 12 Tierkreiszeichen zugeordnet.

Im Zeichen des Hundes sind also all jene geboren, die heuer (nach dem 16. Februar) geboren werden, oder beispielsweise 2006, 1994, 1970... geboren wurden. Hunde-Geborene gelten gemeinhin als liebenswürdig, loyal und aufrichtig. Eine gute Menschenkenntnis, hoher Gerechtigkeitssinn und soziale Verantwortung wird ihnen zugeschrieben. Ihre größte Stärke aber ist ihre Fähigkeit zu analytischem Denken. Oftmals geraten „Hunde“ dabei jedoch auch leicht ins Grübeln. Der Hund steht natürlich auch für Aktivität und Dynamik. Da das Jahr zusätzlich im Zeichen von Yang steht, werden uns diese Themen verstärkt begleiten.

In Bezug auf das ERDE-Element bedeutet das, dass sich Bewegung für Milz und Magen, die beiden Erde-Organe, besonders positiv auswirkt und unsere Mitte dabei unterstützt, Stagnationen entgegenzuwirken.

Der auf TCM und tibetische Medizin spezialisierte Arzt, Florian Ploberger, betonte in einem Vortag zum Erde-Hund-Yang-Jahr die Bedeutung des Erde-Elements und seiner Auswirkungen auf das Feuer-Element und damit auf unseren Geist und unser Herz sowie unseren Dünndarm (die beiden Feuer-Organe). Aus diesem Grund kommt 20018 auch der Ernährung so große Bedeutung zu. Über das, was ich esse, vor allem aber auch über das, was ich weglasse, kann ich die Nässe- und Schleimbildung in meinem Körper nämlich sehr effizient beeinflussen.

Unser Herz und damit verbunden unser Geist – in der TCM als SHEN bezeichnet – sollten heuer verstärkt vor Stagnation durch Schleim geschützt werden. Depressive Verstimmungen, geistige Verwirrtheit oder Druckgefühl in der Brust sowie Herzrasen oder Palpitationen könnten sonst verstärkt zu Tage treten.

Auch die Klarheit unseres Geistes hängt ganz stark vom Zustand unserer Herzkanäle ab. Sind diese verlegt, kommt es ganz rasch auch zu einer „Trübung“ unseres Geistes und unserer Gemütslage.

2018 steht also ganz stark im Zeichen der KLARHEIT. Wir sollten uns daher in den kommenden 12 Monaten immer wieder fragen, was uns guttut und uns positiv nährt - sowohl auf körperlicher, als auch auf mentaler Ebene.

Ernährungsmäßig gilt es 2018, Milz und Magen (die beiden Erd-Organe) zu schonen und zu stärken und v.a. Lebensmittel zu meiden, die besonders rasch die Herzkanäle verlegen. Insbesondere zählen dazu Kombinationen des süßen und des scharfen Geschmacks, wie beispielsweise Liköre, Cocktails, alkoholische Pralinen oder auch scharfe und zugleich sahnige Saucen. Generell sollten wir aber auch bei Milchprodukten, Zucker, Schweinefleisch und Wurstwaren sparsam sein.

 

Besonders empfehlenswerte Lebensmittel und Gewürze für 2018:

•    Reis, Gerste, Hirse

•    Hülsenfrüchte

•    jegliches Gemüse

•    Miso, Soja, Algen

•    Safran

•    Kurkuma

•    vegetarische Lebensweise

•    milde, wasser-reiche Zubereitungsarten, wie Dämpfen, Dünsten und Blanchieren

 

Besonders empfehlenswerte Kräuter für 2018:

•    Schafgarbe (Achillea Millefolium)

•    Kalmus (Acorus Calamus)

•    Orangenschale (Pericarpium Citri)

•    Pfefferminze (Mentha Piperita)

•    Angelikawurzel (Angelicae Archangelicae Radix)

•    Lavendel (Lavendulae Flos)

•    Maishaar (Zea Mays)

FRÜHLINGSBEGINN – Nutze die dynamische Energie des HOLZ-Elements!

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Laut dem auf Naturbeobachtungen basierenden Kalender der Traditionellen Chinesischen Medizin beginnt bereits übermorgen (am 13. Februar) der Frühling. Das eifrige Vogelgezwitscher und die langsam länger werdenden Tage sind erste Zeugen davon - auch wenn die Temperaturen in den vergangenen Tagen nochmals ein wenig nach unten gegangen sind.

Entsprechend der 5 Elemente Lehre treten wir nun in die Phase des HOLZ-Elements ein. Diese ist geprägt durch eine verstärkte Dynamik und eine nach oben gerichtete Energie. Unser Körper und ganz stark auch unsere Emotionen werden von dieser Energie voll erfasst und können sehr leicht überfordert werden.

Damit sowohl Körper als auch Geist in dieser Phase möglichst ausgeglichen bleiben, ist es wichtig, die beiden Holz-Organe - Leber und Gallenblase - zu stabilisieren und sanft zu entgiften. Zum einen gilt es, die träge Feuchtigkeit des Winters, die sich durch schwerere, wärmere Kost angesammelt hat, auszuleiten, zum anderen ist es nun wichtig, etwaige Stagnationen in Leber und Gallenblase zu lösen. Es kann sonst sehr leicht zu ernsthaften Blockaden des aktivierten Energieflusses kommen. Auf der mentalen Ebene äußern sich diese häufig in emotionalen Verstimmungen und einer verstärkten Tendenz zu Wut und Frust (den Hauptemotionen des Holzelements), körperlich zeigen sich die Stagnationen in klassischen Nässe-Hitze-Themen der Leber- und Gallenblasen-Funktionskreise, wie Kopfschmerzen, Schwindel, der sogenannten Frühjahrsmüdigkeit oder Menstruationsproblemen.

Um all dem entgegen zu wirken sind sportliche Betätigung und vor allem viel Bewegung an der frischen Luft, aber auch Entspannungs- und Atemübungen sehr empfehlenswert.

Ernährungstechnisch helfen Hülsenfrüchte, Reis und viel (v.a. grünes) Gemüse sowie der intensive Einsatz frischer Kräuter und der regelmäßige Konsum von Bitterstoffen die Leber zu besänftigen und zu entgiften.

Man kann natürlich zusätzlich den Beginn der Fastenzeit als Ansporn nehmen und die positiven Effekte durch einen - zumindest temporären - Verzicht auf Alkohol, Zucker und eventuell auch Milch- und Weißmehlprodukte enorm verstärken. Wer es noch ein wenig strenger angehen will, dem sei eine Getreide-Kur empfohlen. Dafür ist es aber sinnvoll, auf etwas wärmere Temperaturen zu warten!

Grippaler Infekt? Hühnersuppe - "JA BITTE!" - aber nicht gleich!

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Aus gegebenem Anlass - zwei meiner drei Männer hüten seit Tagen das Haus 😖 - möchte ich allen Kranken einen TCM Tipp in Sachen Ernährung während eines Infekts geben:

Die Traditionelle Chinesische Medizin empfiehlt während der akuten Phase eines Infekts KEINE Hühnersuppe zu essen. Diese wirkt zwar extrem stärkend und wärmend, vor allem aber wirkt sie adstringierend. Das bedeutet, sie hilft dabei die Energie im Körper zu halten und zu binden. Dieses Festhalten im Körper umfasst aber leider auch die Erreger. 
Aus diesem Grund ist die Hühnersuppe das perfekte Essen, um nach Abklingen von Fieber und anderen Symptomen möglichst schnell wieder fit zu werden. In den ersten Tagen ist aber möglichst leichte Kost mit viel Gemüse und möglichst wenig tierischem Eiweiß optimal. Dazu sollte möglichst viel getrunken werden - am besten Tee (bei Fieber v.a. Linden- oder Holunderblüten, Minze, Kamille, Borretschkraut oder Maulbeerblatt) und warmes Wasser.

In diesem Sinne - GUTE BESSERUNG an alle Grippe-Leidenden! 

Wundermittel Reis-Congée

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Suchst du auch schon lange nach dem Geheimrezept, das dich satt, gesund, energiegeladen, schlank und schön zugleich macht – bitte, hier ist es: REIS-CONGÉE.

Reis-Congée ist ein Klassiker der TCM-Küche und bedeutet übersetzt so viel, wie „Wasser-Reis“. Und genau das ist es auch: 1 Tasse Reis, die mit 10 Tassen Wasser mehrere Stunden lang zu einer Art Reis-Suppe gekocht wird.

Klingt wenig spannend, meinst du jetzt? Tja, ist es zugegebenermaßen auch, wenn man es nicht mit schmackhaften Zutaten aufpeppt. Die Möglichkeiten der Ergänzung sind aber endlos und lassen viel Raum für jeden Geschmack – von süß bis pikant, von mild bis würzig.

In der TCM gilt Reis-Congée aufgrund seiner stärkenden Wirkung und seiner besonderen Bekömmlichkeit als wichtiges Therapeutikum bei allgemeinen Schwächezuständen, Energielosigkeit oder allen Arten von Magen- und Darm-Leiden. Es wird zur Detox-Kur ebenso eingesetzt, wie als Aufbaunahrung und sogar als erste Beikost für Babys wärmstens empfohlen.

Schon Buddha pries die gesundheitsfördernde Wirkung des Gerichts folgendermaßen: "Die Reissuppe schenkt zehn Dinge -  Leben und Schönheit, Leichtigkeit und Kraft, sie vertreibt Hunger, Durst und Wind, sie reinigt die Blase und die Niere und fördert die Verdauung."

Ich bin seit kurzem fröhliche Besitzerin eines Geräts (AND SOY heißt das gute Ding), mit dessen Hilfe man das zeitraubende Verfahren der Congée-Zubereitung auf eine gute halbe Stunde reduzieren kann und experimentiere gerade fröhlich herum.

Mein heutiges Ergebnis – ein recht gelungenes Karotten-Kürbis-Reis-Congée. Nun kann mir das nass-kalte Wetter nichts mehr anhaben! ;)

Winter - die Zeit des Wasser-Elements

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Ziemlich kalt ist es geworden in den letzten Tagen. Tja – der Winter ist da! Und zwar genau ab dem 16. November – zumindest nach dem TCM Kalender. Die alten Chinesen haben sich bei der Einteilung der Jahreszeiten nach Naturbeobachtungen gerichtet. Ihre Jahreszeiten weichen doch um einiges von unserer westlichen Einteilung ab, entsprechen aber so gut wie immer den vorherrschenden klimatischen Gegebenheiten.

Der Winter beginnt laut dem TCM Kalender also schon am 16. November (nicht erst am 21.12., unserem astronomischen Winterbeginn) und dauert bis 26. Jänner. Er ist die Zeit des Rückzugs und der Ruhe und steht im Zeichen des Wasser-Elements. Aus diesem Grund stehen während der kalten Jahreszeit auch unsere beiden Wasser-Organe, die Niere und die Blase, im Mittelpunkt.

Als Speicher der Lebensenergie (JING) kommt gerade der Niere in der TCM eine ganz besondere Bedeutung zu. Die Niere ist auch der Sitz des Nieren-Feuers und erfüllt daher die wichtige Aufgabe, unseren gesamten Stoffwechsel anzuheizen. Sie ist also hauptverantwortlich für einen funktionierenden Energie- und Nahrungsmittel-Kreislauf in unserem Körper. Darüber hinaus verantwortet die Niere Wachstum und Fortpflanzung sowie die Leitung sämtlicher Wasser-Wege im Körper.

Knochen, Zähne, Rückenmark und Gehirn werden direkt von der Niere bedient und beeinflusst. Zusätzlich sind unsere Haare äußerer Ausdruck des Jings. Der den Nieren zugeordnete Sinn ist das Hören. Eine Hörschwäche oder Tinnitus deutet also immer auf ein Ungleichgewicht innerhalb der Nieren hin.

Auf der geistigen Ebene entspricht den Nieren die Willenskraft – das Geisteswesen ZHI, wie die Chinesen sagen. Es liefert die Kraft für Veränderung und Entschlossenheit. Ein starkes Zhi zeigt sich in Selbstsicherheit, Weisheit und durch starkes Charisma. Bei zu starker Ausprägung kann es zu Machtsucht und übertriebener Kampflust kommen. Angst, Unsicherheit und fehlendes Selbstvertrauen wiederum sind Zeichen für eine schwache Nieren-Energie.

In der Gesichtsdiagnostik sind dunkle Schatten unter den Augen häufig ein Zeichen für eine Nieren-Symptomatik. Typische Anzeichen für ein Ungleichgewicht in diesem Funktionskreis sind zudem Schmerzen im unteren Rücken, verstärkter Haarausfall oder plötzliches Ergrauen sowie häufige kalte Füße.

 

Was wir nun im Winter tun können, um unsere Niere und unsere Blase bestmöglich zu unterstützen ist leicht erklärt – nämlich WÄRMEN!

  • Weniger Rohkost  --- überwiegend gekochte Gerichte
  • Weniger kühlende Nahrungsmittel (wie Südfrüchte, Gurken, Tomaten, Joghurt...) --- häufig wärmende Zutaten (wie z.B. Hafer, Lauch oder Zwiebel, Fenchel, Hühner- oder Lammfleisch, Wild, Meeresfrüchte) und regelmäßig kleine Mengen wärmender Kräuter und Gewürze (wie Zimt, Ingwer, Nelke, Rosmarin etc.)
  • Weniger kalte Getränke --- öfters warmes Wasser oder Tee trinken
  • Weniger Verausgabung --- häufigere Pausen und Ruhephasen
  • Füße warm halten (da auf der Fußsohle der Nieren-Meridian entspringt)
  • Regelmäßig Nieren-stärkende Nahrungsmittel, wie Nüsse, Samen, schwarze bzw. dunkle Lebensmittel (Algen, schwarzer Sesam...), Fisch, Hülsenfrüchte, hochwertige Öle

Estragon - macht sich nicht nur im Senf hervorragend!

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Dank der prachtvollen Entwicklung des Estragon-Sträuchleins in meinem Kräutergarten, habe ich in diesem Sommer meine Liebe zu diesem aromatischen Kraut entdeckt. Ganz wunderbar eignet er sich übrigens zum Füllen von Fisch oder auch als Würze von Eintöpfen. Aber nicht nur aufgrund seines Geschmacks, auch dank seiner Wirkung ist Estragon ein tolles Kraut. Er ist reich an Vitamin C und stärkt die Verdauungskraft durch seine Bitterstoffe. Zudem wirkt er regulierend bei Menstruationsbeschwerden.

Ein wunderbarer Zugewinn ist Estragon auch als Zutat von Senf. Durch seine Schärfe ist Senf im Herbst übrigens besonders wertvoll, da er ein hervorragender Botschafter der Lunge ist und diese aktiviert und die Schleimlösung stimuliert.

Nach ein paar Tagen des Reifens kann ich euch dann auch berichten, ob mein erster selbst gemachter Estragon-Senf auch geglückt ist ;)

Thymian - duftet, schmeckt und wirkt!

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Herbstbeginn bedeutet für viele leider auch Start der Husten-Saison. 

Um Husten erfolgreich behandeln zu können, ist es erstmals wichtig, festzustellen, ob es sich um einen trockenen Husten mit wenig Schleimbildung oder um eine starke Verschleimung mit sehr viel Hitze oder aber mit viel Kälte handelt. Die Unterscheidung lässt sich anhand des Hustensekrets treffen. Kommt es beim Husten zu keinem Auswurf, ist dieser sehr trocken. Führt die starke Verschleimung aber zu viel Hustensekret, unterscheide ich anhand von Farbe und Konsistenz, ob viel Hitze (in diesem Fall wäre der Schleim gelb bis grünlich und tendenziell eingedickt) oder vielmehr Kälte (dabei wäre das Sekret eher farblos und dünnflüssig) im Spiel ist.

Kämpft man mit starker Verschleimung und Kälte, ist das Hustensekret also eher wässrig und nicht sehr farbintensiv, so ist Thymian das Kraut erster Wahl! Seine wärmende und stark aromatisierende Wirkung unterstützt die Lunge nämlich optimal darin, die Verschleimung zu trocknen. Sein bitterer Geschmack hat zusätzlich eine ausleitende Wirkung und seine ätherischen Öle wirken antibakteriell. 

Bei trockenem Husten wären übrigens leicht befeuchtende Kräuter, wie Eibisch und Lungenkraut die bessere Wahl, bei viel Schleim und Hitze hingegen Isländisch Moos.

 

Es herbstelt schon ein bisschen

Nach der 5 Elemente Lehre entspricht der Herbst dem Metall-Element. Und wie jede Jahreszeit beginnt auch der Herbst im chinesischen Zeitenlauf früher als in unserem Kalender – nämlich bereits am 16. August. Er dauert bis Ende Oktober und geht dann, nach 18 sogenannten „Dojo-Tagen“ (einer Übergangszeit, die jeweils zwischen den Jahreszeiten liegen und immer dem Erd-Element zugeordnet sind), Mitte November in den Winter über.

Die Metall-Zeit ist die Zeit der beginnenden Einkehr und des zur Ruhekommens. So, wie der Baum im Herbst langsam seine Kraft und seinen Saft in sein Innerstes zurückzieht, wandern auch unsere Energien nach Innen.

Das Metall-Element steht für Struktur und Klarheit. Abgrenzung zwischen Innen und Außen und das Loslassen von Unbedeutendem (dies gilt für tatsächliche Handlungen, wie für geistige und emotionale Belange gleichermaßen) sind die zentralen Themen dieses Elements. Auf der Ebene der Organe wird dem Metall neben Lunge und Dickdarm unsere Haut zugeschrieben, unsere Hülle, die uns von der Außenwelt trennt und zugleich schützt. Die Lunge, das Yin-Organ des Metall-Elements, ist neben der Atmung hauptverantwortlich für unsere Immunität. Das Metall-Yang-Organ, der Dickdarm wiederum, spiegelt in seiner Funktion als Ausscheidungsorgan den Moment des Loslassens wider.

Der Herbst ist die ideale Jahreszeit, um die Lunge – und damit die Abwehrkraft – zu stärken. Kleine Mengen scharfer Lebensmittel, wie beispielsweise Lauch, Zwiebel, Rettich, Radieschen, Kresse und auch scharfe Gewürze, sind dabei sehr hilfreich. Zudem ist es wichtig, vor dem Fallen der Temperaturen die feuchte Hitze, die sich während des Sommers durch eine vermehrt kühlende und befeuchtende Ernährungsweise (mehr Salat, Rohkost, Obst, Joghurt, Eiscreme und kalte Getränke) angesammelt hat, auszuleiten. In der Folge ist es aber ganz entscheidend, die Lunge vor Trockenheit (v.a. bei Beginn der Heizperiode) zu schützen, um die Schleimhäute intakt zu halten und Infekte abzuwehren.

Besonders wertvolle Nahrungsmittel in der Metall-Zeit sind zudem Reis, Hafer (-Flocken), Karfiol, Birnen und Mandeln. Und nicht zu vergessen – regelmäßige Bewegung und VIEL FRISCHE LUFT.

 

 

Apfel-Zeit

Endlich kommen wir wieder in den Genuss frischer, heimischer Äpfel!

Süß-säuerlich, saftig, knackig und noch warm von der Sonne - so haben wir sie heute vom Baum geangelt. Und so essen sie sogar meine Kinder gerne! Normalerweise bevorzugen sie Äpfel nämlich in gekochter und fein pürierter Form, was mir aber auch ganz recht ist, da Apfelmus viel bekömmlicher ist, als rohe Äpfel. Gerade kleine Kinder, aber auch viele Erwachsene, bekommen von rohen Äpfeln häufig Bauchschmerzen und manchmal sogar Verdauungsprobleme. 

Alles in allem ist der Apfel aber ein wunderbares Obst. Er stärkt das Qi und die Säfte, wirkt positiv auf Magen, Milz und Lunge und hilft bei trockener Haut, Lungentrockenheit und sogar bei zähem Husten, da er leicht schleimlösend wirkt. 

Unsere reichliche Ernte verarbeite ich teilweise sofort zu Apfelmus, das sich kühl und dunkel gelagert sogar mehrere Monate hält und uns an stressigen Tagen den Frühstücksbrei versüßt. Mit etwas Vanille, Zimt, Kardamom und einem guten Spritzer Zitronensaft schmeckts besonders fein! 

Rote Beeren-Kraft

Juhuuuuu - Beerenzeit!! 
Kürzlich hatten wir das Glück wunderbare Ribiseln und Stachelbeeren direkt vom Strauch naschen zu können. Ein wahres Vergnügen! 

Aus Sicht der TCM auch der optimale Snack für die derzeitigen sommerlichen und schweißtreibenden Temperaturen. Die süß-sauren Beeren wirken nämlich leicht kühlend und adstringierenden, das heißt zusammenziehend und Säfte bewahrend. Sie schützen so vor Austrocknung und tonisieren außerdem Leber, Niere und Dickdarm.

Ribiseln haben auch entgiftende Wirkung und unterstützen die Ausleitung von Hitze-Toxinen, was bei Entzündungen und Fieber hilfreich sein kann. 

Also - schnell rann an die reifen Beeren, bevor die Vögel schneller sind! ;)

Zitroneneis ist meine Welt ;)

„Es ist Sommer und es ist heiß – da ess´ ich ein Zitroneneis...“ – als Kind der 80er Jahre habe ich an Tagen, wie heute immer wieder mal den Song der „Ärzte“ im Kopf, der mich darin bestärkt, meinem dringenden Bedürfnis nach Abkühlung möglichst rasch im nächsten Eissalon Erleichterung zu verschaffen, selbst wenn Eiscreme nach der Lehre der TCM nicht ganz oben auf der Empfehlungsliste steht.

Ab und zu darf man sich an heißen Tagen durchaus ein kleines Eis gönnen. Es muss uns aber bewusst sein, dass es lediglich als herrliches Genussmittel, nicht aber als probate Methode zur Verbesserung des Körpergefühls dient.

Die TCM geht grundsätzlich sehr vorsichtig vor und vermeidet Extreme. So wird auch die im Sommer so wichtige und wohltuende Abkühlung des Körpers mit moderateren Methoden, als Eiscreme oder eisgekühlten Getränken empfohlen. Versucht man als eher hitziger Mensch allzu oft, sich über Eiscreme oder eisgekühlte Getränke Erleichterung zu verschaffen, erreicht man leider auf lange Sicht das Gegenteil. Man kühlt nämlich in erster Linie seinen Verdauungstrakt ab und schwächt damit auch Milz und Nieren und vermehrt folglich die innere Nässe.

Aus TCM-Sicht empfiehlt es sich vielmehr auf mild zubereitete Speisen aus kühlenden Zutaten zurück zu greifen - wie beispielsweise:

  • Sommerliche Suppen – auch als Kaltschale aus: Gurken, Tomaten, Zucchini, Auberginen, Paprika, Sellerie oder Spinat
  • Leichte Kompotte aus frischen Beeren, Rhabarber, Äpfeln oder Birnen
  • Tofu, Miso und Sojasauce
  • Hülsenfrüchte (Linsen, Kichererbsen, Bohnen)
  • Reis, Dinkel, Hirse, Polenta
  • oder folgende Tees, da diese kühlend wirken: Pfefferminze, Kamille, Löwenzahn, Brennnessel, Frauenmantel, Schafgarbe und natürlich Grüner Tee

Es macht bei sommerlichen Temperaturen durchaus Sinn, Speisen nicht ganz heiß, sondern leicht ausgekühlt zu genießen. Eine gute Variante sind auch Salate aus gekochtem Getreide oder gekochtem Gemüse. Zudem sollte man darauf achten, zusätzlich erhitzende Faktoren zu minimieren. Dies sind neben erhitzenden Gewürzen oder Lebensmitteln, wie Chili, Pfeffer, Ingwer, Curry-Mischungen, Senf, Zimt, Nelke sowie Meeresfrüchten, Hühner- oder Lamm-Fleisch, z.B. starke Emotionen, wie Eifersucht, Ärger, Wut oder auch starke Begierde.